Der Grizzly AKS 1820 T Lion ist die kompakteste und leichteste Teleskop-Astschere in unserer Testreihe. Mit gerade einmal 3,2 Kilogramm Eigengewicht, einer 20-cm-Schneidgarnitur und einer 18V-Batterie wendet er sich an Gartenbesitzer mit kleineren Gehölzen und gelegentlichem Schnittbedarf. Zum Kaufpreis von rund 110 Euro stellt er einen erschwinglichen Einstieg in die Welt der Baumpflege-Werkzeuge dar.
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Der Grizzly AKS 1820 T Lion wendet sich an eine klar umrissene Zielgruppe: Gartenbesitzer mit überschaubaren bis mittelgroßen Grünflächen, die von Zeit zu Zeit einige Äste an Obstbäumen, Ziersträuchern oder Laubbäumen kappen möchten. Er wurde nicht für den Profieinsatz konstruiert und macht daraus auch kein Geheimnis. Stattdessen überzeugt er mit den Eigenschaften, die Einsteiger besonders schätzen: minimales Gewicht, unkomplizierte Handhabung und ein fairer Kaufpreis.
Mit lediglich 3,2 kg inklusive Batterie ist er die leichteste Teleskop-Astsäge in unserer gesamten Testreihe. Was zunächst wie eine Randnotiz erscheint, erweist sich im Praxisalltag als gewaltiger Pluspunkt: Das Arbeiten über Kopf mit einer Astschere ist kraftzehrend, und jedes eingesparte Gramm verlängert die Phase komfortablen Arbeitens. Gerade für ältere Gartenfreunde oder Personen mit eingeschränkter Armkraft stellt das niedrige Gewicht ein überzeugendes Kaufargument dar.
Die 18V-Batterie stellt ausreichend Energie für dünne bis mittlere Zweige bereit, stößt bei Hartholz oder stärkeren Ästen aber an ihre Grenzen. Die 20-cm-Schneidgarnitur ist handlich und kompakt, beschränkt den maximalen Astdurchmesser aber auf etwa 14 cm. Für den typischen Obstgehölzschnitt und das Auslichten von Ziergehölzen genügt das in den meisten Situationen.
Die bloßen 3,2 kg Eigengewicht bilden das Kernargument für den Grizzly AKS 1820 T Lion – und dieses Versprechen hält er ein. Zur Einordnung: Der Makita DUA301Z wiegt mit 5,8 kg beinahe das Doppelte, der Husqvarna 120iTK4-P kommt mit 5,2 kg ebenfalls deutlich schwerer daher. Selbst der Ryobi RPP182020 bringt mit 4,0 kg spürbar mehr auf die Waage.
Im Praxiseinsatz übersetzt sich dieses geringe Gewicht in erheblich weniger Ermüdung. Bei einem halbstündigen Arbeitseinsatz über Kopf ist der Unterschied zu schwereren Geräten deutlich spürbar. Arme, Schulterpartie und Nacken werden weniger strapaziert, was insbesondere für ältere Anwender oder Menschen mit Rücken- oder Schulterbeschwerden einen echten Unterschied ausmacht.
Die kompakten Abmessungen erleichtern zudem die Aufbewahrung. Das Gerät findet mühelos in einem Geräteschuppen oder einer Garage Platz, ohne viel Raum zu beanspruchen. Die Teleskopstange kann zusammengeschoben werden, was die Gesamtlänge erheblich reduziert. Auch der Transport im PKW gestaltet sich unkompliziert – ein Vorteil für Gartenbesitzer, die an verschiedenen Standorten sägen möchten.
Empfehlung: Das geringe Gewicht des Grizzly AKS 1820 T Lion macht ihn auch zu einer guten Option für den Einsatz von Leitern aus. Das Hantieren mit schweren Geräten auf Leitern ist riskant – mit dem federleichten Grizzly sinkt das Unfallrisiko. Beachten Sie dennoch die Sicherheitshinweise.
Die Sägekapazität des Grizzly AKS 1820 T Lion bewegt sich auf einem für seine Klasse angemessenen Niveau, stößt aber an klare Grenzen. Der 18V-Motor erzeugt eine moderate Kettengeschwindigkeit, die für frische Zweige und dünne Äste bis circa 10 cm Stärke genügt. Bei mittelstarken Ästen von 10 bis 14 cm ist etwas Geduld gefragt, und bei hartem Holz stößt das Baumpflege-Gerät spürbar an seine Leistungsgrenze.
Die 20-cm-Schneidgarnitur limitiert den maximalen Astdurchmesser auf ungefähr 14 cm pro Durchgang. Zum Vergleich: Der Makita DUA301Z bewältigt mit seiner 25-cm-Führungsschiene Äste bis 22 cm. Wer regelmäßig stärkere Zweige bearbeiten muss, sollte direkt zu einem kräftigeren Modell greifen.
Erfreulich ist die Schnittqualität bei dünnen Ästen: Die Kette sägt sauber und hinterlässt akzeptable Schnittstellen. Für den Fruchtbaumschnitt, bei dem glatte Schnittflächen die Wundheilung begünstigen, ist das ein relevanter Aspekt. Die Kettenschmierung erfolgt automatisch, wenngleich nicht so feinfühlig gesteuert wie beim Husqvarna 120iTK4-P.
Die werkzeuglose Kettenspannung arbeitet zuverlässig, ist aber nicht ganz so komfortabel wie bei Markengeräten von Makita oder Husqvarna. Insgesamt erhält die Sägekapazität 6.8 von 10 Punkten – ausreichend für den vorgesehenen Einsatzzweck, aber kein Vergleich zu den Profi-Geräten. Wer mehr Durchzugskraft zum ähnlichen Preis sucht, findet in der strombetriebenen Oregon PS750 eine Alternative.
Beim Bedienkomfort kann der Grizzly AKS 1820 T Lion richtig glänzen. Das minimale Gewicht von 3,2 kg gepaart mit der kompakten Bauweise macht ihn zur ergonomischsten Teleskop-Astsäge im Test. Er liegt angenehm in der Hand, lässt sich leicht führen und ermüdet auch bei längerer Arbeit kaum. Genau in diesem Bereich gleicht er seine Schwächen bei der Sägekapazität mehr als aus.
Die Teleskopstange ist stufenlos verstellbar und arretiert stabil. Die maximale Arbeitshöhe beträgt rund 3,5 Meter – etwas weniger als bei den größeren Modellen, für die meisten Obst- und Ziergehölze aber ausreichend. Zusammen mit der eigenen Körpergröße erreicht man Zweige in etwa 5 Metern Höhe.
Der Neigungswinkel des Sägekopfes lässt sich in mehreren Stufen einstellen. Die Verstellung ist etwas gröber abgestuft als bei Premium-Geräten, für den Privatgebrauch aber vollkommen hinreichend. Der Ein-/Ausschalter mit Sicherheitsverriegelung ist logisch positioniert und auch mit Schutzhandschuhen gut bedienbar.
Der Zusammenbau gelingt ohne Werkzeug in wenigen Minuten. Schneidgarnitur, Kette und Stange sind rasch montiert. Die Bedienungsanleitung ist gut verständlich und führt auch Neulinge sicher durch den Aufbau. Empfehlungen zur richtigen Arbeitshaltung gibt unser Sicherheitsratgeber. Für besonders hohe Gehölze lohnt ein Blick in unseren Ratgeber für hohe Bäume.
Der beiliegende 2,0-Ah-Energiespeicher ermöglicht eine Betriebszeit von circa 20 bis 30 Minuten. Das klingt zunächst knapp, reicht aber für den typischen Einsatz: ein paar Äste am Apfelbaum kappen, den Zierbaum im Vorgarten auslichten, trockene Zweige an der Hecke entfernen. Für solche Aufgaben ist eine halbe Stunde zumeist ausreichend.
Wer mehr Ausdauer benötigt, sollte sich eine Zweitbatterie zulegen. Grizzly-Akkus kosten je nach Kapazität zwischen 25 und 45 Euro – erheblich günstiger als Batterien von Markengiganten wie Makita oder Husqvarna. Die Ladedauer des mitgelieferten Ladegeräts beträgt etwa 60 bis 90 Minuten für eine Komplettladung.
Ein Nachteil: Das Grizzly-Akkusystem ist herstellerspezifisch und nicht mit anderen Marken kompatibel. Während der Ryobi RPP182020 mit mehr als 100 ONE+ Geräten zusammenarbeitet, lassen sich Grizzly-Batterien ausschließlich in Grizzly-Werkzeugen einsetzen. Das schränkt den Nutzen der Akku-Investition ein.
Im Laufzeitvergleich liegt der Grizzly im unteren Bereich: Der Ryobi schafft mit identischem 2,0-Ah-Akku bis zu 35 Minuten, da sein Antrieb etwas sparsamer arbeitet. Für ununterbrochenes Sägen bleibt der strombetriebene Oregon PS750 die erste Wahl. Eine ausführliche Gegenüberstellung der Antriebsvarianten bietet unser Ratgeber Akku oder Elektro.
| Modell | Grizzly AKS 1820 T Lion |
|---|---|
| Antrieb | Akku (18V) |
| Akkuspannung | 18 V |
| Mitgelieferter Akku | 2,0 Ah Lithium-Ionen |
| Schwertlänge | 20 cm |
| Max. Astdurchmesser | ca. 14 cm |
| Arbeitshöhe | bis ca. 3,5 m (Teleskopstange) |
| Gewicht (mit Akku) | ca. 3,2 kg |
| Kettenteilung | 3/8" Low Profile |
| Kettenschmierung | Automatisch |
| Ölbehälter | ca. 80 ml |
| Sicherheitsbremse | Ja (Kettenbremse) |
| Neigungswinkel | Mehrfach verstellbar |
| Ladezeit | ca. 60–90 Minuten |
| Besonderheiten | Ultraleicht (3,2 kg), werkzeuglose Kettenspannung |
Der Grizzly AKS 1820 T Lion konkurriert vornehmlich im Einstiegssegment. Hier die wesentlichen Vergleiche:
Der unmittelbarste Mitbewerber ist der Ryobi RPP182020 (ca. 180 Euro). Für 70 Euro Aufpreis erhält man beim Ryobi ein deutlich wertvolleres Ökosystem (ONE+), etwas mehr Durchzugskraft und eine bessere Materialqualität. Wer langfristig plant und möglicherweise weitere Akku-Gartengeräte anschaffen will, ist mit dem Ryobi besser beraten. Der Grizzly bleibt die Wahl für alle, die lediglich ein einzelnes, preisgünstiges Gerät benötigen.
Der Oregon PS750 (ca. 100 Euro) ist sogar 10 Euro preiswerter und bietet dank Netzanschluss mehr Leistung plus unbegrenzte Betriebsdauer. Dafür ist er mit 4,4 kg schwerer und durch das Kabel weniger mobil. Wer nahe an einer Steckdose arbeitet und mehr Durchzugskraft braucht, greift zum Oregon. Wer Flexibilität und minimales Gewicht bevorzugt, nimmt den Grizzly.
Im Vergleich zu den Profi-Geräten Makita DUA301Z (ca. 280 Euro) und Husqvarna 120iTK4-P (ca. 320 Euro) spielt der Grizzly in einer völlig anderen Liga. Diese Geräte kosten das Zwei- bis Dreifache, bieten dafür aber auch eine vielfach höhere Sägekapazität und bessere Materialqualität. Wer anspruchsvolle Arbeiten vorhat, sollte direkt zu einem Profi-Gerät greifen.
Die komplette Gegenüberstellung sämtlicher geprüfter Modelle finden Sie auf unserer Hochentaster Test Übersichtsseite.
Der Grizzly AKS 1820 T Lion erhält 7.5 von 10 Punkten und das Prädikat Kompakt. Er ist kein Leistungswunder, aber das ist auch nicht sein Anspruch. Er ist die perfekte Teleskop-Astsäge für alle, die ein federleichtes, unkompliziertes und erschwingliches Baumpflege-Werkzeug für gelegentliche Schnittarbeiten an kleinen Gehölzen suchen.
Seine Stärken – das äußerst geringe Gewicht von nur 3,2 kg, die intuitive Bedienung und der faire Kaufpreis – machen ihn zum idealen Einstiegsgerät. Besonders für ältere Gartenfreunde, Personen mit eingeschränkter Kraft oder Gelegenheitsnutzer ist der Grizzly eine sinnvolle Wahl. Man sollte sich aber seiner Grenzen bewusst sein: Für starke Äste, hartes Holz oder intensive Dauereinsätze wurde er nicht konzipiert.
Unser Rat: Wenn Sie nur wenige Äste pro Saison kappen und Wert auf einfache Handhabung legen, greifen Sie zum Grizzly AKS 1820 T Lion. Wenn Sie mehr Durchzugskraft oder ein zukunftssicheres Akkusystem benötigen, investieren Sie lieber etwas mehr in den Ryobi RPP182020. Für maximale Power schauen Sie sich den Makita DUA301Z an.
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Inklusive eingesetztem Energiespeicher bringt der Grizzly AKS 1820 T Lion lediglich circa 3,2 kg auf die Waage. Damit ist er die leichteste Teleskop-Astsäge in unserer Testreihe und ideal für Personen, die körperliche Anstrengung minimieren möchten.
Das Gerät ist für dünne bis mittlere Äste bis rund 14 cm Stärke ausgelegt. Besonders gut bewältigt es frisches, weiches Holz. Für Hartholz oder noch stärkere Äste empfehlen wir den Makita DUA301Z oder den Husqvarna 120iTK4-P.
Der beiliegende 2,0-Ah-Energiespeicher erlaubt eine Betriebszeit von circa 20 bis 30 Minuten, abhängig von der Beanspruchung. Für längere Einsätze empfiehlt sich ein zweiter Akku. Weitere Informationen im Akku-Ratgeber.
Nein, der Grizzly AKS 1820 T Lion nutzt ein eigenes 18V-Lithium-Ionen-Akkusystem. Die Batterien sind nicht kompatibel mit Produkten von Ryobi, Makita, Bosch oder anderen Marken. Ersatzbatterien sind aber günstig über den Grizzly-Fachhandel beziehbar.
Ja, durch sein minimales Gewicht, die unkomplizierte Bedienung und den fairen Kaufpreis ist er ideal für Neulinge. Schutzfunktionen wie Kettenbremse und Zweihandschalter sorgen für ausreichende Sicherheit. Weiterführende Tipps bietet unser Sicherheitsratgeber.