Elektro-Empfehlung

Oregon PS750 Teleskop-Astsäge im Praxistest 2026

8.0
★★★★☆
Aktualisiert: März 2026

Beim Oregon PS750 handelt es sich um eine netzbetriebene Teleskop-Astsäge mit einem leistungsstarken 750-Watt-Antrieb. Dank der permanenten Stromversorgung arbeitet das Baumpflege-Gerät ohne zeitliche Begrenzung und ist damit bestens geeignet für ausgedehnte Sägearbeiten im eigenen Garten. Mit einem Anschaffungspreis von etwa 100 Euro gehört diese Astschere zu den preiswertesten Optionen für wirkungsvolle Gehölzpflege.

Schnittleistung
8.0
Reichweite
7.5
Handhabung
8.0
Dauerbetrieb
9.5
Preis-Leistung
8.2
~100 € UVP inkl. MwSt.
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Die Oregon PS750 Teleskop-Säge im Portrait

Als kostengünstiges Baumpflege-Gerät für den Privatgebrauch richtet sich der Oregon PS750 an Gartenfreunde, denen eine zeitlich unbeschränkte Einsatzdauer wichtig ist. Im Gegensatz zu akkubetriebenen Teleskop-Sägen, die typischerweise zwischen einer halben und einer ganzen Stunde durchhalten, ermöglicht die Kabelanbindung des PS750 tatsächlich pausenloses Arbeiten. Gerade bei umfangreichen Rückschnitt-Aktionen, bei denen ständige Unterbrechungen zum Nachladen stören, ist das ein bedeutender Pluspunkt.

Angetrieben von einem 750-Watt-Elektromotor und ausgestattet mit einer 25 cm langen Oregon-Schneidgarnitur, bewältigt diese Teleskop-Astsäge Zweige und Äste bis zu 20 cm Stärke problemlos. Mithilfe der ausziehbaren Führungsstange lassen sich Arbeitshöhen von rund 4 Metern erreichen; addiert man die eigene Körperlänge, ergeben sich Reichweiten von etwa 6 Metern. Das Gesamtgewicht von circa 4,4 kg bewegt sich für ein strombetriebenes Gerät dieser Kategorie im üblichen Rahmen.

Oregon genießt als Produzent von Sägeketten und Führungsschienen weltweit einen ausgezeichneten Ruf. Diese Fachkompetenz spiegelt sich unmittelbar im PS750 wider: Die ab Werk montierte Kette zeichnet sich durch eine ansprechende Schnittgeschwindigkeit aus und kann bei Bedarf unkompliziert nachgespannt werden. Alles in allem ein robustes Baumpflege-Werkzeug, das in der Preisklasse um 100 Euro kaum Konkurrenz fürchten muss.

Wissenswert: Oregon gilt als weltweit führender Hersteller von Sägeketten und Führungsschienen. Sowohl die Schneidgarnitur als auch die Kette des PS750 entstammen der hauseigenen Fertigung und sind auf besondere Haltbarkeit ausgelegt.

Sägekapazität & Antrieb

Mit 750 Watt Motorleistung stellt der Oregon PS750 genügend Kraft für sämtliche Standardaufgaben einer Teleskop-Astschere bereit. Verglichen mit kabellosen 18-Volt-Modellen punktet er durch eine gleichbleibende Leistungsabgabe: Der bei Akku-Geräten typische Leistungsverlust bei sinkendem Ladestand entfällt hier vollständig. Die Sägekette bewegt sich mit ungefähr 8,5 m/s, was für eine Elektro-Astsäge in diesem Preissegment ein ordentlicher Wert ist.

Die 25 cm lange Führungsschiene erlaubt das Abtrennen von Gehölz bis rund 20 cm Durchmesser in einem einzigen Schnittvorgang. Frische, weiche Holzarten wie Birke oder Weide lassen sich dabei spürbar müheloser sägen als ausgetrocknetes Hartholz. Für den wiederkehrenden Fruchtbaumschnitt oder das Auslichten dekorativer Gehölze ist die gebotene Leistung mehr als ausreichend.

Die automatische Kettenspannung vereinfacht die Pflege des Geräts deutlich. Falls die Kette dennoch einmal nachjustiert werden muss, funktioniert das in Sekundenschnelle ganz ohne Werkzeug. Die Schmierung der Kette übernimmt ein integrierter Öltank automatisch; bei intensivem Gebrauch reicht eine Tankfüllung etwa 40 Minuten, bevor Nachfüllen nötig wird.

Stellt man den PS750 dem Makita DUA301Z mit seiner 2×18V-Technik gegenüber, fällt die Sägekapazität etwas bescheidener aus – bei einem Kaufpreis von 100 Euro jedoch absolut vertretbar. Wer vorrangig Äste bis 15 cm Stärke bearbeitet, wird mit dem Oregon PS750 zufrieden sein.

Bedienkomfort & Ergonomie

Bei einem Eigengewicht von 4,4 kg positioniert sich der Oregon PS750 im Mittelfeld unter den strombetriebenen Baumpflege-Geräten. Die Teleskopstange ist stufenlos in der Länge variierbar, was die Anpassung an unterschiedliche Baumhöhen erleichtert. Der gummierte Handgriff gewährleistet sicheren Halt, selbst wenn die Hände durch Anstrengung feucht werden.

Der offensichtlichste Nachteil in Sachen Bedienung ergibt sich naturgemäß aus der Kabelanbindung. Wer in weitläufigen Gärten oder an mehreren Bäumen verteilt arbeitet, muss das Verlängerungskabel permanent mitführen und auf potenzielle Stolpergefahren achten. In diesem Punkt sind kabellose Alternativen wie der Ryobi RPP182020 oder der Grizzly AKS 1820 T Lion klar überlegen.

Die Neigung des Sägekopfes lässt sich in mehreren Stufen verändern, was das Sägen aus verschiedenen Positionen vereinfacht. Allerdings ist die Verstellmechanik nicht ganz so fein gerastert wie bei hochpreisigeren Modellen. Für den regulären Hausgebrauch sind die verfügbaren Winkeleinstellungen aber völlig hinreichend.

Ein bemerkenswerter Vorzug: Da kein schwerer Akkupack am Gerät montiert ist, fällt die Gewichtsverteilung angenehm ausgeglichen aus. Das mindert die körperliche Belastung bei längeren Arbeitsphasen spürbar. In Kombination mit der ohnehin möglichen Dauernutzung erweist sich das als echtes Plus für ausgedehnte Schneidsitzungen.

Ununterbrochener Betrieb & Netzanschluss

Das stärkste Argument für den Oregon PS750 ist die zeitlich unlimitierte Nutzungsdauer. Während Akku-Astsägen je nach Ausführung und Akkugröße lediglich 20 bis 60 Minuten durchhalten, kann man mit dem PS750 ohne jede Zeitbegrenzung sägen. Das erweist sich als besonders vorteilhaft, wenn zahlreiche Bäume in einer einzigen Session beschnitten werden sollen.

Zum Betrieb wird ein Outdoor-Verlängerungskabel mit einem Mindestquerschnitt von 1,5 mm² benötigt, idealerweise in einer Länge zwischen 25 und 50 Metern. Bei größeren Kabellängen kann ein Spannungsverlust die Motorleistung beeinflussen, weshalb ab 50 Metern ein Kabel mit 2,5 mm² Querschnitt ratsam ist.

Ein integrierter Überlastungsschutz schaltet den Motor bei übermäßiger Beanspruchung automatisch ab. Nach einer kurzen Abkühlphase lässt sich die Arbeit fortsetzen. Bei sachgemäßem Einsatz mit angemessen dimensionierten Ästen tritt dieser Schutzmechanismus allerdings nur selten in Aktion.

Im Vergleich zum Husqvarna 120iTK4-P, dessen savE-Funktion die Batterielaufzeit verdoppelt, bietet der Oregon durch seinen Netzanschluss schlicht grenzenlose Betriebsdauer. Wer jedoch einen Garten ohne nahe Steckdose besitzt, kommt um ein Akku-Modell nicht herum. Eine ausführliche Gegenüberstellung beider Antriebsarten finden Sie in unserem Ratgeber Akku oder Elektro.

Schutzfunktionen & Sicherheit

Der Oregon PS750 ist mit den wesentlichen Sicherheitsmerkmalen ausgerüstet, die bei einer Elektro-Astsäge selbstverständlich sein sollten. Die Kettenbremse bringt die Sägekette innerhalb von Bruchteilen einer Sekunde zum Stillstand, sobald ein Rückschlag registriert wird. Der Zwei-Hand-Sicherheitsschalter stellt sicher, dass ein unbeabsichtigtes Aktivieren ausgeschlossen ist.

Oberhalb des vorderen Griffs schützt ein Handschutz vor umherfliegenden Holzspänen und Rindenteilen. Zusätzlich fangen spezielle Bolzen eine gerissene Kette ab, ehe sie zur Gefahr werden kann. Trotz all dieser Schutzmaßnahmen sollte beim Arbeiten grundsätzlich eine Schutzbrille, Gehörschutz und ein Schutzhelm getragen werden.

Ein besonderer Sicherheitsaspekt bei strombetriebenen Geräten: Es besteht die Gefahr, das Stromkabel versehentlich zu durchtrennen. Führen Sie das Kabel daher stets hinter sich und halten Sie es konsequent aus dem Arbeitsbereich fern. Ein Fehlerstromschutzschalter (FI-Schalter) an der verwendeten Steckdose ist beim Einsatz von Elektrowerkzeugen im Freien ohnehin vorgeschrieben.

Weiterführende Hinweise zum sicheren Umgang mit Teleskop-Astsägen finden Sie in unserem Sicherheitsratgeber. Dort erfahren Sie zudem, welche persönliche Schutzausrüstung empfehlenswert ist.

Technische Daten

ModellOregon PS750
AntriebElektro (kabelgebunden)
Leistung750 Watt
Schwertlänge25 cm
Kettengeschwindigkeitca. 8,5 m/s
Arbeitshöhebis ca. 4 m (Teleskopstange)
Gewichtca. 4,4 kg
Kettenteilung3/8" Low Profile
Ölbehälterca. 120 ml
KettenschmierungAutomatisch
SicherheitsbremseJa (Kettenbremse)
NeigungswinkelMehrfach verstellbar
BesonderheitenWerkzeuglose Kettenspannung, Dauerbetrieb

Stärken & Schwächen

✔ Vorteile

  • Zeitlich unbegrenztes Sägen dank Netzanschluss
  • Äußerst attraktiver Kaufpreis um 100 Euro
  • Gleichmäßige Leistungsabgabe ohne Spannungseinbruch
  • Keine Akkukosten – sofort startklar
  • Hochwertige Oregon-Schneidgarnitur und -Kette
  • Werkzeuglose Kettenspannung
  • Automatische Kettenschmierung

✘ Nachteile

  • Stromkabel limitiert den Aktionsradius
  • Verlängerungskabel muss separat angeschafft werden
  • Steckdose in der Nähe unerlässlich
  • Risiko einer versehentlichen Kabeldurchtrennung
  • Bei hartem Holz limitierte Sägekapazität
  • Neigungsverstellung nur grob abgestuft

Alternativen im Vergleich

Der Oregon PS750 steht in unmittelbarer Konkurrenz zu diversen Akku-Teleskopsägen vergleichbarer Preisklassen. Nachfolgend eine Kurzübersicht der wichtigsten Mitbewerber:

Verglichen mit dem Grizzly AKS 1820 T Lion (ca. 110 Euro) liefert der Oregon mehr Durchzugskraft und erlaubt ununterbrochenes Arbeiten, büßt dafür aber bei der Bewegungsfreiheit ein. Der Grizzly ist mit nur 3,2 kg außerdem erheblich leichter und räumlich flexibler. Für überschaubare Gärten mit wenigen Gehölzen eignet sich der Grizzly besser, während der Oregon bei umfangreichen Arbeitsaufträgen glänzt.

Gegenüber dem Ryobi RPP182020 (ca. 180 Euro) ist der Oregon zwar günstiger, bietet jedoch keine Einbindung in das ONE+ Ökosystem. Wer bereits Ryobi-Akkugeräte nutzt, profitiert von der Batteriekompatibilität und spart die Anschaffung eines zusätzlichen Akkus. Der Oregon hingegen empfiehlt sich als Ersteinstieg für alle, die ein leistungsfähiges und preiswertes Gerät für den stationären Einsatz wünschen.

Wer bereit ist, deutlich tiefer in die Tasche zu greifen, findet im Makita DUA301Z (ca. 280 Euro) oder Husqvarna 120iTK4-P (ca. 320 Euro) professionelle Teleskop-Sägen mit merklich stärkerer Schnittleistung und besserer Materialqualität. Diese rechnen sich allerdings erst bei häufigen oder anspruchsvollen Schneidarbeiten.

Eine umfassende Gegenüberstellung sämtlicher geprüfter Modelle finden Sie auf unserer Hochentaster Test Übersichtsseite.

Abschließende Bewertung

Der Oregon PS750 sichert sich seine Wertung von 8.0 von 10 Punkten als überzeugende Elektro-Empfehlung. Er bietet genau das, was man von einer netzbetriebenen Teleskop-Astschere in der 100-Euro-Klasse erwarten darf: beständige Leistung, eine erstklassige Oregon-Schneidgarnitur und die Möglichkeit, ohne Unterbrechung zu sägen.

Der größte Vorzug des PS750 ist zugleich seine spürbarste Einschränkung: Das Stromkabel ermöglicht Dauerbetrieb, reduziert aber den Aktionsradius. Wer einen Garten mit gut erreichbaren Steckdosen besitzt und regelmäßig über mehrere Stunden hinweg arbeiten möchte, macht mit dem Oregon eine hervorragende Wahl. Für maximale Flexibilität bei Arbeiten an wechselnden Standorten empfehlen wir dagegen den Ryobi RPP182020.

Unser Urteil: Der Oregon PS750 ist die beste strombetriebene Teleskop-Astsäge unter 150 Euro und eine eindeutige Elektro-Empfehlung für preisbewusste Gartenfreunde.

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Häufige Fragen (FAQ)

Im Lieferumfang ist kein Verlängerungskabel enthalten. Verwenden Sie ein Outdoor-Kabel mit mindestens 1,5 mm² Aderquerschnitt. Für typische Gartengrößen genügt eine 25-Meter-Leitung. Bei größeren Distanzen empfehlen wir 2,5 mm², um Spannungsverluste zu vermeiden.

Nein, als strombetriebenes Gerät muss der Oregon PS750 bei Nässe und Regen unbedingt im Trockenen bleiben. Warten Sie, bis sämtliche Teile sowie das Schnittgut vollständig abgetrocknet sind, um Unfälle und Geräteschäden zu verhindern. Weitere Hinweise gibt unser Sicherheitsratgeber.

Am besten verwenden Sie das biologisch abbaubare Kettenöl von Oregon. Alternativ eignet sich jedes gängige Sägekettenöl aus dem Fachhandel. Verzichten Sie auf Mineralöl, da es die Umwelt belastet. Der Öltank fasst rund 120 ml und reicht bei Dauereinsatz für etwa 40 Minuten.

Die ausziehbare Teleskopstange erreicht eine Arbeitshöhe von maximal 4 Metern. Addiert man die eigene Körperlänge, lassen sich Äste in ungefähr 6 Metern Höhe bearbeiten. Empfehlungen für noch höhere Bäume gibt unser Ratgeber für hohe Bäume.

Dank der 25-cm-Schneidgarnitur bewältigt das Gerät Äste bis rund 20 cm Stärke. Bei noch dickeren Zweigen oder hartem Holz empfiehlt sich ein kraftvolleres Modell wie der Makita DUA301Z. Eine Abwägung zwischen Hochentaster und Kettensäge bietet unser Vergleichsratgeber.